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Angehörige und Begleiterinnen von Menschen mit Demenz in Bruck−Mürzzuschlag

 

An dieser Stelle unserer Website wollen wir eine kurze Beschreibung anbringen, wie Angehörige oder Pflegerinnen von Menschen mit Demenz sich fühlen können.

 

Wir haben in unserer jahrzehntelangen Beschäftigung mit Demenz schon mit so vielen Angehörigen und Pflegerinnen gesprochen, dass wir genau wissen, was in den meisten vorgeht. Gerne steht Ihnen das Kieselstein-Team bei ihrer herausfordernden Aufgabe begleitend zur Seite!

 

Eine Angehörige erzählt:

„Es ist sehr anspruchsvoll und Kräfte raubend einen Menschen mit Demenz zu begleiten und zu pflegen. Es fordert mich als Angehörige auf allen Ebenen. Es ist schwierig und frustrierend, wenn mir vorgeworfen wird, ich würde mich nicht kümmern, weil meine Mutter es einfach vergessen hat, dass ich gerade bei ihr war. Besonders schmerzhaft ist es, wenn ich von ihr nicht mehr erkannt werde, obwohl ich mich rund um die Uhr um sie kümmere. Ich frage mich oft: „ Wo bleibe ich?“

 

Demenz betrifft mich manchmal mehr als sie!

Ich kann durch die Verbundenheit mit ihr sehr einfühlsam und liebevoll sein. Gleichzeitig ist es sehr schwer für mich, dass ich mich fast täglich von Dingen verabschieden muss, die sie einst ausgemacht haben. Sie war eine Frau, die immer alles alleine geschafft hat und niemals Hilfe annehmen wollte und plötzlich kann sie nichts mehr alleine und wenn ich ihr helfe, schickt sie mich fort oder beschimpft mich. Meine Mutter sieht noch gleich aus wie vor der Diagnose, aber innerlich zieht sie sich immer weiter in ihre Welt zurück. Sie kann hier in unserer Realität ihre Bedürfnisse scheinbar nicht mehr befriedigen.

Mit der Pflege meiner Mutter geht ein großer Druck einher und dadurch reagiere ich oft anders als ich will. Ich liebe meine Mutter und habe Mitgefühl, aber in diesen Momenten, wenn mir alles zuviel wird, bin ich nur noch zornig und genervt von der gesamten Situation. Wieder einmal hat sie sich „falsch“ angezogen, war sie aggressiv oder laut, hat nichts gegessen oder wieder einmal hat sie die Küche mit dem WC verwechselt.

 

Angst  und Trauer sind meine treuen Begleiter rund um die Uhr.

Ich habe Angst, dass sie stürzt, sich verletzt oder vor einem Unfall. Ich bin traurig, weil ich sie immer mehr an die Welt der Demenz verliere und ich immer mehr zur Mutter meiner eigenen Mutter werde. Manchmal möchte ich aber einfach wieder Tochter sein, der die Mutter sagt, wo es lang geht und dass ich keine Angst zu haben brauche. Ich muss mich von meinen Vorstellungen über das Leben im Alter verabschieden und so manche Pläne verschieben, weil ich keine Tochter mehr bin, sondern Pflegeperson. Ich fühle mich alleine!“

 

Was ist Demenz? Projekt an der Volksschule Stanz im Mürztal

Veröffentlicht am 2. Dezember 2015 von Martina

Wir sind mit dem Thema Demenz im November und Dezember 2015 in allen 4 Klassen der Volksschule Stanz im Mürztal zu Gast gewesen und haben sehr viel Eindrücke gesammelt. Es war sehr spannend für uns, wie Kinder mit diesem Thema umgehen. Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir Erwachsenen sehr viel von Kindern lernen können. Mit den Arbeiten der Kinder werden wir eine Zeitung erstellen, mit deren Hilfe die Kinder den Eltern zu Hause „Demenz“ erklären können.

Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Direktor Falinski und ihrem Lehrerteam, die für dieses Projekt offen waren und uns so gut unterstützt haben.

Kieselstein hilft Angehörigen und Begleiterinnen von Menschen mit Demenz in Bruck−Mürzzuschlag