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Validation für Menschen mit Demenz

in Bruck−Mürzzuschlag

Validation ist eine Methode zur Kommunikation mit desorientierten Menschen, die an irgendeiner Form von Alzheimer leiden. Sie wurde von Naomi Feil, einer amerikanischen Sozialarbeiterin, entwickelt und wird auf der ganzen Welt gelehrt. Wir von Kieselstein bieten diese Form der Begleitung in Bruck−Mürzzuschlag für demenzkranke Menschen an und schulen Angehörige und Pflegerinnen darin.

Validation versucht nicht, desorientierte Menschen zu verbessern. Sie zielt im Gegenteil auf die Veränderung der pflegenden Personen ab, damit sie sich in die innere Realität ihres desorientierten Angehörigen einfühlen können. Menschen mit Demenz können nicht mehr in unsere Welt, deshalb sind wir gefordert, immer wieder für kurze Momente in ihre Welt einzutauchen.

 

Validation verbindet Lebenswelten

Validation holt Menschen mit Demenz nicht in die Wirklichkeit zurück, weil die Wirklichkeit für diese Menschen oft sehr schmerzhaft ist. Aber es kann durch eine liebevolle, einfühlsame Beziehung der Kontakt zu ihnen wieder hergestellt werden oder eine neue Art von Verbindung entstehen. Das Leben des desorientierten Familienmitgliedes erfährt so mehr Freude und Leichtigkeit. Die pflegende Person lernt, mit der schwierigen Herausforderung besser umzugehen.

Pflegende und vor allem Angehörige, die für ihre nahestehenden Menschen sorgen, sind nicht nur mit körperlichen Anstrengungen belastet, sondern auch mit einer enormen Bandbreite emotionaler Herausforderungen. Frustration, Ärger, Trauer, Schmerz und Verlust gehören zu den täglichen Erfahrungen. Mit Techniken der Validation lernen Sie, damit umzugehen.

Wichtig für eine validierende Haltung:

 

Naomi Feil beschreibt vier Phasen der Desorientierung

Mangelhafte Orientierung, Zeitverwirrtheit, sich wiederholende Bewegungen und Vegetieren – das sind die 4 Phasen der Aufarbeitung.

Sie beschreiben einen Prozess des Rückzugs aus dem „Hier und Jetzt“, von den Mitmenschen, dem Alltag und von der Umgebung. Es handelt sich dabei um einen Überlebensmechanismus, das bedeutet, es ist ein tiefes Bedürfnis, sich in die Vergangenheit zurückzuziehen, früher Erlebtes wieder zu erleben, zu lindern und aufzuarbeiten.

Unsere Realität hat zur Befriedigung wenig anzubieten. Wahr ist vielmehr, dass unsere Realität sehr alte Menschen veranlasst, sich noch stärker zurückzuziehen.

 

Naomi Feil sagt: „Jeder Mensch will in einem aufgeräumten Haus in Frieden sterben.“

Dies kann durch diese Art des Aufarbeitens geschehen. Feil hat die Methode der Validation für Menschen entwickelt, die an einer Demenz leiden und 70 Jahre oder älter und im letzten Abschnitt ihres Lebens sind. Heutzutage gibt es schon sehr viele Jüngere mit der Diagnose Alzheimer Demenz und wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch in der Betreuung von diesen jungen desorientierten Menschen Validation eine große Hilfe und Entlastung für Angehörige sein kann.

Validation von Naomi Feil für Menschen mit Demenz in Bruck−Mürzzuschlag